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Software als Schnittstelle zwischen Krankenasse und Konsument

  • Die Krankenkasse muss die Diagnose mit Tarmed verknüpfen und intern auswerten.
  • Menschenlesbarer Tarmed-Browser, darf nicht proprietär sein.
  • Tarmed auf OpenSource Plattform stellen und Software schreiben, welche dem Besucher ermöglicht seine Erfahrungen mit einer Dienstleistung im Gesundheitswesen an Hand von Taxpunkt und Diagnose festzuhalten und seine persönliche Zufriedenheit mit der entsprechenden Leistung zu kommunizieren.
  • Tarmed und Diagnose verknüpfen und ebenfalls auf der Internet-Plattform anbieten.
  • Patient muss Leistung überprüfen können, die er bezogen hat und Vergleiche anstellen wie bei allen anderen Konsumgütern und Dienstleistungen auch.
  • Patient als Konsument muss Feedback über Zufriedenheit / Unzufriedenheit ablegen können als Leistungsbezüger.
  • Patient als Qualitäts- und Effizienzkontrolle, Patient als kritischer Konsument.
  • Damit der Patient ein kritischer Konsument sein kann, muss er die Möglichkeit haben sich in einer einfachen und transparenten Weise zu informieren und seine Erfahrungen weiterzugeben.
  • Übernimmt der Patient als Konsument die Qualitäts- und Effizienzkontrolle, kann die Krankenkasse Kontrollpersonal einsparen (unnötige Nachfragen mit Formularen an Ärzte über Notwendigkeit der Therapie etc.). Patient kann die Qualität der Leistung besser überprüfen als Sachbearbeiterin der Krankenkasse.
  • Es sollte im Interesse der Krankenkasse sein, dem Patienten eine gute, transparente Informations-Austausch-Plattform zur Verfügung zu stellen, denn sie profitiert vom Spareffekt.
  • Krankenkasse soll aufhören nur den Arzt als Leistungserbringer zu kontrollieren und statt dessen die Meinung und das Feedback des Leistungsbezügers einholen. Die Krankenkasse muss die Zufriedenheit der Leistungsbezüger einholen und minutiös auswerten.
  • Frage: Wie stellt heute die Krankenkasse fest ob ein Arzt gut ist oder nicht? An Hand von welchen Kriterien?
  • Durch das offene Feedback über die Informations-Austauch-Plattform findet ein Schneeballeffekt statt; ein positiver Kreislauf entsteht.

Die Spezialisierte Krankenkasse

Es ist wieder einmal soweit. Es ist November und alle sprechen über die Krankenkassen und ihre Prämien. Der Lösungsvorschlag von ywesee lautet: Die Krankenkassen müssen anfangen sich zu spezialisieren. Die Krankenkassen müssen anfangen Daten zu sammeln und diese auszuwerten. Die Politik muss verstehen, dass Wettbewerb auch im Gesundheitswesen gut tut und dass geophraphische Gleichmacherei nicht mehr zeitgemäss ist. Der geophraphische Solidaritäts-Ausgleich muss der Spezialisierung nach Know-How Gebieten weichen.

Wieso, frage ich mich, verdient im CH-Gesundheitswesen ein Psychiater mit 40 Jahren Erfahrung gleich viel wie ein Psychiater der noch grün hinter den Ohren ist und soeben seinen neue Praxis eröffnet hat? Was sagt es über einen Psychiater aus, der 50 Kunden hat und seine Kunden mehrmals die Woche sieht? Was sagt es über einen Psychiater aus der 1500 Kunden hat uns seine Kunden nur alle 3 Monate einmals sieht? Welcher von diesen beiden arbeitet effizienter? Wieso verdienen sie gleichviel? Die Solidarität in der Gesundheitspolitik stellt uns hier ein Bein. Preisvergleiche nach Dienstleistungskategorieren sind zur Zeit nicht möglich oder anders gesagt: Sie werden von der Politik nicht gefördert. Es ist noch nicht "in".

Damit man Dienstleistungen und dessen Preise miteinander vergleichen kann, muss die Politik bewusst offene Standards deklarieren und fördern. Der Schweizerische Tarmed ist ein guter Schritt. Mit dem Tarmed weiss jeder Arzt welche Position er wann abrechnen darf. Die Daten werden elektronisch gesammelt und an die Krankenkasse übermittelt. Das ist sehr gut. Nur was fehlt im Tarmed? Die Indikation. Der persönliche Befund des Arztes. Der muss verknüpft werden mit der abgerechneten Tarmed-Leistung. Die Verknüpfung der abgerechneten Leistung gemäss Tarmed und Taxpunktwert mit dem persönlichen Befund des Arztes schafft bei wachsender Datenmenge eine grössere Basis für den Preisvergleich nach Spezialisierungsgebiet. Nur so wird der Patient in Zukunft auswählen können bei welchem Arzt er gerne behandelt werden möchte und wieviel ihm die Dienstleistung des Arztes wert ist. Zur Zeit verschwinden all diese Daten irgendwo auf den Servern der Krankenkasse. Das ist nicht gut. Die gesammelten Tarmed-Daten müssen an die Oberfläche und transparent gemacht werden und so schnell wie möglich mit dem Befund des Arztes verknüpft werden.

Wenn ich einen Flug buche dann kann ich an Hand von verschiedenen Kritieren diejenige Geschellschaft wählen, welche meinen Bedürfnissen am meisten entspricht. Dabei kann ich verschiedenste Internetpreisvergleichsdienste verwenden. Wenn ich eine Gesundheistdienstleistung konsumieren möchte, ist dies zur Zeit nicht möglich. Ich kann nicht aus einer Datenbank von Ärzten auswählen und entscheiden, welcher Arzt mir nun am besten passt für meine gewünschte Dienstleistung.

Die Zusammarbeit zwischen Arzt und Krankenkasse kann massiv verbessert werden. Zur Zeit ist die Krankenkasse nicht daran interessiert nach Fachgebiet Daten zu sammeln und auszuwerten. Das bestehende politische Modell fördert einzig und alleine die Umverteilung und diese wiederum steigert die Kosten ohne Verbesserung der Dienstleistung. Es ginge aber auch anders. Theoretisch ist auch eine Umverteilung mit verbesserter Dienstleistung und gleichbleibenden oder sinkenden Kosten möglich. Dies gilt es politisch anzustreben, basierend auf offenen Standards.

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