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Bei Medikamenten-Interaktionen ist der Patient der zentrale Faktor

  1. Der Schweregrad einer Interaktion zwischen ein oder mehreren Medikamenten im Körper ist abhängig vom Status des Patienten (Resorptionsfähigkeit aus dem Magen, aus dem Blut), Stoffwechsel Anomalien, Nierenfunktion, Leberfunktion, Alter und Verteilung Körperfett/Wasser, Geschlecht, Schwangerschaft, Stillzeit.
  2. In Infusionslösungen (NaCl/Glucose als Trägerlösung) können Interaktionen (hier Inkompatibilitäten gennant) auftreten, welche die Resorption eines Wirkstoffes beeinflussen können. Treten sie auf, sind sie der körperlichen Resorptionsfähigkeit vorgeschaltet.
  3. Antibiotika welche IV verabreicht werden, können in NaCl 0,9%- oder in Glucose 5% verabreicht werden. Hydrochlorid-Salze von Wirkstoffen (z.B. Psychopharma, Schmerzmittel, Blutdruckmittel, …) können unter NaCl-Infusionen an der Beutelwand binden und somit deren Resorptionsfähigkeit beeinflussen.
  4. Ca. 12'000 Interaktionen sind wirklich biologisch/chemisch begründet.
  5. Der Schweregrad einer Interaktion hängt vom PatientIn ab.

Zusammenfassend:

Eine parenterale Verabreichung beginnt im parenteralen Präparat, gefolgt von dessen Zumischen in eine Infusionslösung, dem chemisch-physikalischen Verhalten gegenüber weiteren Zumischungen. Dann folgt die Sequenz unter Punkt 1.

Fazit:

Wenn von der Zubereitung über die Applikation zur Verstoffwechselung im Körper und die Ausscheidung normal ablaufen, klappts, sonst nicht. Eine orale Einnahme umgeht die parenterale Zubereitung und Applikation, muss aber die Hürde der Resorptiona aus Magen/Darm schaffen.

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Page last modified on November 06, 2018, at 11:45 AM